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Geschichte

Geschichte

Die Sachsensiedlung ist ein "Stadtteil" von Mühlhausen / Thüringen.

Mit dem Zusammenschluss der Trommlerzüge der Sachsensiedlung schlug die Geburtsstunde unseres Spielmannszuges. Geboren aus den Traditionen der Mühlhäuser Kirmes waren es auch die Mitglieder der Kirmesgemeinde, die die ersten Instrumente finanzierten und den Kindern die ersten Kirmeslieder auf der Flöte lernten.

Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte unser Spielmannszug 1964 zum Brunnenfest der Rosenhofschule. Viele Kinder der Sachsensiedlung waren begeistert vom noch jungen Verein und wollten ebenfalls diese Musik mitmachen. In kontinuierlicher Arbeit wurden die ersten Flöten- und Hornmärsche erlernt. Die ersten Lyren waren Marke Eigenbau. Musste der Plattensatz für die erste Lyra noch gekauft werden, so waren die nächsten schon selbst gefertigt. Dieses Improvisieren sollte unseren Verein noch lange begleiten. Mangelnde finanzielle Mittel, eigene Ideen und viel Kreativität ermöglichten die schrittweise Weiterentwicklung und das Fortbestehen unseres Vereins auch in schwierigen Zeiten.

1970 spielten unsere Spielleute erstmals zur Musikschau anlässlich der Eröffnung der Mühlhäuser Kirmes mit.
Ein wesentlicher Meilenstein in der Entwicklung des Vereins war 1972 die Organisation im DTSB der ehemaligen DDR. Damit nahm der Verein nicht nur an allen zentralen und regionalen Wettkämpfen teil, sondern auch an vielen sport- politischen Höhepunkten. So gehörten wir zu den Teilnehmern des Turn- und Sportfestes der Jahre 1977, 1983 und 1987 sowie zahlreicher Kinder- und Jugendspartakiaden des DTSB.

 
Das erste Wettkampfpflaster betraten wir 1973 zur Bezirksmeisterschaft der Spielleute in Nordhausen. Das Resultat für unsere Erwachsenen war ein erfolgreicher 4. Platz.
Ohne Kontinuität in der Arbeit und intensive Nachwuchsgewinnung waren erfolgreiche Wettkämpfe auf Dauer nicht möglich. Aus diesem Grund begannen wir 1974 in Zusammenarbeit mit der POS Ammern unsere Nachwuchsarbeit.

Im Aufstiegsturnier 1979 der Leistungsklasse I, Erwachsene, in Wolmirstedt qualifizierten wir uns erstmals für die Sonderklasse, der höchsten Spielklasse für Spielleute der ehemaligen DDR. Mit unserer ersten Teilnahme an der DDR - Meisterschaft 1980 in Apolda erreichten wir auf Anhieb einen 4. Platz, wurden jedoch mit vier Strafpunkten der Mandatsprüfung auf den 8. Platz zurückgesetzt. Für uns als Erststarter trotzdem ein unglaublicher Erfolg. Auch unsere Nachwuchsarbeit wurde in den Folgejahren belohnt. Beim Aufstiegsturnier 1981 der Leistungsklasse I, Nachwuchs, in Osterfeld qualifizierten sich auch unsere Kinder mit einem 3. Platz erstmals für die höchste Spielklasse der Spielleute, die Sonderklasse.

 
Zwei Spielmannszüge zu erhalten kosteten oft viel Kraft, Anstrengung und Zeit für Ehrenamtliche und Übungsleiter. Finanzielle und personelle Engpässe führten dazu, dass die Nachwuchsarbeit in den Folgejahren nicht immer mit dem gewünschten Erfolg gekrönt wurde. Unser Nachwuchs stieg zwischenzeitlich bis in die Leistungsklasse II ab.

Wir waren immer stolz darauf, das Fortbestehen, die Finanzierung und die Entwicklung des Vereins weitestgehend allein zu bewältigen. Die Deutsche Einheit und die damit verbunden politischen Veränderungen in den nunmehr neuen Bundesländern drängte auch unseren Verein an den Rand der Existenz. Viele Spielleute kehrten dem Verein aus beruflichen Gründen den Rücken. Die erste Generation zog sich aus gesundheitlichen Gründen zurück und die finanzielle Sicherung wurde immer fraglicher.

Resultat dieser „Stürme“ war die Weiterführung des Vereins mit nur einem Spielmannszug. Mit der Neugründung des Vereins 1991 als e.V. und der Beantragung der Gemeinnützigkeit gegenüber dem Finanzamt wurden wichtige Grundsteine für das Überleben und die Weiterführung des Vereins gelegt. Eine neue Zeitrechnung im Leben unseres Vereins begann 1992 mit der Neubesetzung der Vereinsgremien.

1994 wurde die bis dahin vernachlässigte Nachwuchsarbeit wieder aufgenommen und die Zusammenarbeit mit der Regelschule Ammern reaktiviert. Die Bereitstellung von Übungsräumen und die fachliche personelle Unterstützung durch die Regelschule Ammern ermöglichten einen Neuanfang in der Nachwuchsarbeit. Zunächst nur zur Sicherung des Überlebens unseres Vereins war es durch intensive und anstrengende Arbeit möglich, sowohl einen Nachwuchs- als auch einen Erwachsenenspielmannszug aufstellen zu können. 1996 beschloss der Vorstand Thüringer Spielmannszüge erstmals nach der Wende die Ausrichtung einer Landesmeisterschaft. Auch wir nahmen daran teil und belegten in Ossmannstedt den 3. Platz.

1997 erreichten wir schon den 2. Platz, den wir in den Folgejahren bestätigen und erfolgreich verteidigen konnten. Mit den 6. Thüringer Landesmeisterschaften am 9.Juni 2001 in Mühlhausen auf dem Sportplatz in unserer Sachsensiedlung mobilisierten wir noch einmal all unsere Mitglieder, um erstmals wieder mit zwei Zügen auftreten zu können. Der Erfolg mit zwei Vizelandesmeistertiteln belohnten unsere Mühen.

Genährt und gestärkt aus dem Erfolg wollten wir noch einmal nationale Wettkampfluft schnuppern. Mit der Teilnahme an der 2. Deutschen Meisterschaft der Sportspielmannszüge im Jahr 2002 in Zabeltitz stellten wir uns dem Wettkampfgericht. Mit dem 13. Platz als Erststarter konnten wir durchaus zufrieden sein. Im Jahr 2004 konnten wir in Apolda uns auf den 11. Platz verbessern.

Auch in den Jahren 2002 und 2003, konnten wir bis 2009 unseren Vizelandesmeister erfolgreich verteidigen, gehören somit zur musikalischen Spitze der Thüringer Turnerspielleute. Im Jahre 2010 konnten die Erwachsenen den Vizemeistertitel erspielen und der Nachwuchs wurde dritter. Im Jahr 2011 wurder unser Nachwuchszug Landesmeister und die Erwachsenen Vizelandesmeister.
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